Wind um Nichts - http://wind.penzeng.de

Notizen

"Christen können enttäuschen - Christus nie!"
So sagt man, aber es stimmt nicht. Meines Erachtens trifft sogar eher das Gegenteil zu: Ich bin hauptsächlich von Christus enttäuscht worden, nicht von Christen! Denn Christus ist laut Bibel ein unsichtbares, göttliches Wesen, das in uns lebt und durch uns wirkt. Ich habe es probiert, habe Christus in mein Leben aufgenommen, aber der Effekt, der durch ihn zustande kam, war äußerst schwach, sehr enttäuschend. Von einem göttlichen Wesen hätte ich mir mehr erwartet. So hat Christus mich am meisten enttäuscht. Christen dagegen sind nette Leute, mit denen ich gern zusammen bin. Sie haben mich nie enttäuscht, weil sie ja gar nicht behaupteten, besonders toll zu sein. Natürlich hatten sie ihre Fehler, aber das haben sie ja von Anfang an bereitwillig zugegeben, und darum war es auch keine Enttäuschung. Christus hat mich enttäuscht, weil er vorgab, vollkommen zu sein und sich dann als mangelhaft erwies.

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Paracetamol hilft gegen Kopfschmerzen besser als Gebet. Ich weiß das; ich habe beides ausprobiert.

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Gläubige manövrieren sich selbst in ein Ghetto, weil sie viele Bestandteile unserer Alltagskultur für "satanisch" oder "dämonisch" halten. Tatsächlich sind die meisten Dinge, vor denen sie sich fürchten aber ebenso harmlos und wirkungslos wie ihre eigenen Gebete. Es steckt nichts dahinter, nur Schall und Rauch.

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Gläubige berufen sich auf eine "höhere Wahrheit", auf "höhere Erkenntnis", auf eine "unsichtbare Kraft". Aber es ist Bluff; sie haben nichts in der Hand. Allerdings, wenn man es geschickt anstellt, kann man auch mit Bluff allerhand ausrichten.

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"Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?  …sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?"

Matthäus 6:26-30

"Wildtiere sterben fast nie an Altersschwäche. Hunger, Krankheit oder Räuber raffen sie dahin, lange bevor sie wirklich senil werden. Bis vor kurzem war das bei Menschen auch so. Die meisten Tiere sterben in ihrer Kindheit; manche kommen nie über das Ei-Stadium hinaus."

Richard Dawkins, The Selfish Gene

Also, da klaffen beim himmlischen Vater offensichlich doch ein paar Versorgungslücken. Bevor ich so jämmerlich ende wie die meisten Vögel unterm Himmel, bin ich doch lieber "kleingläubig" und sorge selbst für meine Zukunft vor. Das ist sicherer.

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Alles, was Gott an "Segen" zu bieten hat verteilt er ohne Ansehen der Person umsonst. Man gewinnt keinen zusätzlichen Segen, wenn man Gott treu dient, und man büßt auch nichts ein, wenn man ihn links liegen lässt. "Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte." Matthäus 5:45

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Wenn ein Mensch als Vater so für seine Kinder sorgen würde, wie der Vater im Himmel für seine Kinder sorgt, dann hätte man ihm längst das Sorgerecht entzogen.

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Jeder Gläubige, der es wirklich wissen will, mag rückblickend sein eigenes Leben anschauen und überlegen: Wonach sieht’s denn aus? Sieht es so aus, als ob ein Vater im Himmel mich führt und für mich sorgt? Oder sieht es eher danach aus, dass Glück und Pech sich rein zufällig und willkürlich abwechseln? Wer es nicht wirklich wissen will, der soll halt weiter träumen.

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 „Das Glückselige und Unvergängliche sorgt sich nicht, noch bereitet es Sorgen. Es hat weder mit Zorn noch mit Gunst zu schaffen, denn all das ist Schwäche.“ Epikur

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„Es gibt keine Gerechtigkeit schlechthin. Sie ist vielmehr ein im sozialen Umgang wo und wann auch immer geschlossener Vertrag, weder zu schädigen noch sich schädigen zu lassen. Bezogen auf ein Gemeinwesen ist die Gerechtigkeit für alle dieselbe. In verschiedenen Ländern oder unter sonst verschiedenen Bedingungen gilt jedoch nicht ein und dasselbe für gerecht. Wenn sich etwas, das für gerecht gehalten wird, den Bedürfnissen der Gemeinschaft als tatsächlich zuträglich erweist, so bekommt es den Rang der Gerechtigkeit. Erlässt aber jemand ein Gesetz, das der Gemeinschaft nicht zuträglich ist, so hat es nicht die Natur der Gerechtigkeit. Und wenn die Zuträglichkeit dessen, was eine Zeitlang der Vorstellung von Gerechtigkeit entsprach, sich ändert, so war es nach Erkenntnis derjenigen, die sich nicht durch Geschwätz verwirren lassen, sondern auf die Tatsachen sehen, in jener Zeit dennoch gerecht, als es der Gemeinschaft der Bürger noch zuträglich war; später aber, wenn es nicht mehr zuträglich ist, so ist es nicht mehr gerecht.“ Epikur

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„Faulheit ist ein Hang der Natur, seine Kräfte und Lebensvermögen zu schonen.“ Immanuel Kant

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Wenn man überhaupt von einem „allmächtigen Gott“ sprechen will, so ist er die Personifizierung des Zufalls, der weder gut noch böse, sondern willkürlich, unverfügbar und unberechenbar ist. Er bietet keinen Schutz und keinen Trost. Diesen „allmächtigen Gott“ gibt es wirklich. Alles aber, was darüber hinaus geht, das ganze Gerede von einem Vater im Himmel, der uns liebt und für uns sorgt ist eitles Wunschdenken und Selbsttäuschung.

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